
Ein Bericht mit Hunderten Markierungen kann überfordern. Welche davon sind klare Fehler, welche nur Vorschläge? Für den Mimir Korrekturreport Juni 2026 haben wir 2.000 ausgewählte Dokumentprüfungen ausgewertet. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern auch, was die jeweilige Kategorie überhaupt bedeutet.
Mimir Mentor ist eine KI-gestützte Plattform für wissenschaftliches Arbeiten mit Plagiatsprüfung, KI-Erkennung, Textkorrektur, Literaturrecherche und Zitierhilfe. Die passende Anwendung findest du unter Rechtschreibprüfung und Textkorrektur. Dieser Report veröffentlicht ausschließlich aggregierte Kennzahlen, keine Dokumenttexte oder Quellenlisten.
Auf einen Blick: Die Stichprobe umfasst 1.068.738 Korrekturhinweise. Der Median liegt bei 256 Hinweisen pro Prüfung. Umformulierungen sind eine Sammelkategorie und können auch Rechtschreibung und Grammatik betreffen.
Die Übersicht aller Datenreports ordnet die Monatsauswertungen ein. Der Korrekturreport Mai 2026 bleibt als eigenständige Quelle erhalten. Die Werte sind keine automatisch vergleichbare Zeitreihe.
Wie viele Hinweise sind in einer Prüfung üblich?
In den 2.000 ausgewählten Prüfungen wurden 1.068.738 Hinweise erfasst. Der Median beträgt 256, der Durchschnitt 534,4 Hinweise. 4 Prüfungen hatten keine Korrekturhinweise und bleiben ausdrücklich Teil der Stichprobe.
Der Median beschreibt die Mitte der ausgewerteten Werte. Der Durchschnitt reagiert stärker auf besonders lange oder hinweisreiche Texte. Keine der beiden Zahlen ist ein Zielwert für eine gute wissenschaftliche Arbeit.
Welche Kategorien sind Fehlerarten, welche Sammelkategorien?
Ersetzen/Umformulieren ist keine Gegenkategorie zu Rechtschreibung oder Grammatik. Ein Vorschlag kann gleichzeitig einen Satz verständlicher machen und einen grammatischen Fehler korrigieren. Die Zahlen zählen markierte Hinweise, nicht voneinander unabhängige sprachliche Probleme.

| Kategorie | Hinweise | Anteil an allen Hinweisen | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Ersetzen/Umformulieren | 297.045 | 27,8 % | Breite Überarbeitung: Dazu können Rechtschreibung, Grammatik, Satzbau, Wortwahl oder Präzision gehören. Keine reine Stil-Kategorie. |
| Füllwörter | 139.127 | 13,0 % | Möglicherweise entbehrliche Wörter oder Wendungen. Nicht jede Abschwächung ist unnötig; wissenschaftlich begründete Vorsicht kann wichtig sein. |
| Wissenschaftlicher Stil | 104.974 | 9,8 % | Sprachliche Muster, die auf Sachlichkeit und angemessene Formulierung geprüft werden sollten. Keine Prüfung der fachlichen Richtigkeit. |
| Zitat- und Redeformulierungen | 102.684 | 9,6 % | Sprachliche Muster rund um Zitate und direkte Rede. Diese Kategorie belegt weder eine fehlende Quelle noch ein falsches Literaturverzeichnis. |
| Typografie | 91.506 | 8,6 % | Formale Schreibdetails wie Anführungszeichen oder Bindestriche. |
| Rechtschreibung | 83.614 | 7,8 % | Als orthografisch auffällig eingeordnete Schreibweisen; Fachbegriffe und Eigennamen im Kontext prüfen. |
| Gendering | 74.987 | 7,0 % | Vorschläge zu geschlechterbezogenen Formulierungen. Ob eine Änderung nötig ist, hängt auch von den Vorgaben der Hochschule ab. |
| Grammatik | 5.906 | 0,6 % | Als grammatisch auffällig eingeordnete Formen und Konstruktionen. Weitere Grammatikänderungen können in Umformulierungen stecken. |
| Weitere Stilhinweise | 17.586 | 1,6 % | Allgemeine sprachliche Stilvorschläge. Auch diese sind nicht automatisch Fehler. |
Die Tabelle zeigt ausgewählte Kategorien und summiert sich deshalb nicht auf 100 Prozent. Ein Textabschnitt kann mehrere Markierungen erhalten. Die Kategorien erlauben keine Aussage wie „nur dieser Anteil der echten Fehler ist Rechtschreibung“.
Warum dieselbe Stelle unterschiedlich eingeordnet werden kann
| Vorher (erfundenes Beispiel) | Nachher | Was sich ändert |
|---|---|---|
| Die Ergebnisse zeigt einen Zusammenhang. | Die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang. | Grammatische Kongruenz. Eine solche Verbesserung kann auch in einem umfassenderen Umformulierungsvorschlag enthalten sein. |
| Die Ergebnise zeigen einen Zusammenhang. | Die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang. | Rechtschreibung. Fachbegriffe und Eigennamen trotzdem im Kontext prüfen. |
| Die Ergebnisse zeigen irgendwie einen Zusammenhang. | Die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang. | „Irgendwie“ entfällt. Das ist nur sinnvoll, wenn die stärkere Aussage durch die Ergebnisse gedeckt ist. |
Prüfe einen Absatz und entscheide bei jeder Änderung, ob sie nötig ist
Wie verbreitet sind die Hinweise?
Eine Kategorie kann in vielen Dokumenten vorkommen, aber je Dokument nur wenige Hinweise erzeugen. Deshalb trennen wir Verbreitung und Hinweismenge. „In einer Prüfung vorhanden“ heißt bereits: mindestens ein Hinweis dieser Kategorie.

| Kategorie | Prüfungen mit Hinweis | Verbreitung | Ø Hinweise bei betroffenen Prüfungen |
|---|---|---|---|
| Ersetzen/Umformulieren | 1.971 | 98,6 % | 150,7 |
| Füllwörter | 1.950 | 97,5 % | 71,3 |
| Wissenschaftlicher Stil | 1.817 | 90,9 % | 57,8 |
| Zitat- und Redeformulierungen | 1.676 | 83,8 % | 61,3 |
| Typografie | 1.836 | 91,8 % | 49,8 |
| Rechtschreibung | 1.822 | 91,1 % | 45,9 |
| Gendering | 1.906 | 95,3 % | 39,3 |
| Grammatik | 1.051 | 52,6 % | 5,6 |
| Weitere Stilhinweise | 1.603 | 80,2 % | 11,0 |
Was ändert sich mit Textlänge und Arbeitsart?
Bei langen Dokumenten steigt die absolute Hinweismenge schon deshalb, weil mehr Text geprüft wird. Für die Bearbeitung ist das wichtig, aber es ist kein Beleg für schlechtere Texte. Plane lieber mehrere überschaubare Korrekturrunden als eine einzige lange Liste.

| Gruppe | Prüfungen n | Median Hinweise | Ø Hinweise |
|---|---|---|---|
| Nicht zugeordnet | 9 | n unter 30 | n unter 30 |
| 1–3.000 Wörter | 616 | 72 | 87,6 |
| 3.001–8.000 Wörter | 622 | 232 | 266,2 |
| 8.001–15.000 Wörter | 406 | 533 | 598,1 |
| 15.001–30.000 Wörter | 272 | 951 | 1.100,5 |
| Über 30.000 Wörter | 75 | 2.940 | 4.081,6 |
Bachelorarbeit, Masterarbeit und kürzere Formate
| Gruppe | Prüfungen n | Median Hinweise | Ø Hinweise |
|---|---|---|---|
| Bachelorarbeit | 498 | 532 | 933,9 |
| Dissertation | 22 | n unter 30 | n unter 30 |
| Essay | 45 | 71 | 102,4 |
| Facharbeit | 81 | 297 | 412,7 |
| Hausarbeit | 256 | 145 | 187,6 |
| Masterarbeit | 164 | 801 | 1.199,7 |
| Nicht zugeordnet | 5 | n unter 30 | n unter 30 |
| Praktikumsbericht | 62 | 227 | 292,4 |
| Projektarbeit | 229 | 207 | 320,1 |
| Seminararbeit | 285 | 160 | 218,0 |
| Sonstige | 353 | 142 | 355,6 |
Wie unterscheiden sich Methoden und Studienbereiche?
Eine Literaturarbeit und eine empirische Untersuchung haben oft einen anderen Aufbau. Das kann mit unterschiedlichen Textlängen und Formulierungen einhergehen. Die Daten isolieren diese Einflüsse jedoch nicht; daraus wird keine Rangliste der wissenschaftlichen Qualität.

| Gruppe | Prüfungen n | Median Hinweise | Ø Hinweise |
|---|---|---|---|
| Empirisch qualitativ | 166 | 687 | 1.550,9 |
| Empirisch quantitativ | 316 | 532 | 708,7 |
| Mixed Methods | 103 | 591 | 1.072,2 |
| Nicht zugeordnet | 5 | n unter 30 | n unter 30 |
| Praxis/Reflexion | 235 | 276 | 391,6 |
| Sonstige | 49 | 151 | 497,2 |
| Theoretisch/literaturbasiert | 1.126 | 175 | 320,1 |
Studienbereiche als Kontext
| Gruppe | Prüfungen n | Median Hinweise | Ø Hinweise |
|---|---|---|---|
| Bildung/Pädagogik | 270 | 258 | 498,2 |
| Geisteswissenschaften | 113 | 155 | 321,6 |
| Informatik/IT | 92 | 243 | 450,2 |
| Ingenieurwissenschaften | 133 | 411 | 554,3 |
| Medien/Design | 51 | 261 | 431,3 |
| Medizin/Gesundheit | 270 | 272 | 501,3 |
| Naturwissenschaften | 47 | 477 | 691,2 |
| Nicht zugeordnet | 5 | n unter 30 | n unter 30 |
| Psychologie | 126 | 376 | 681,4 |
| Recht | 135 | 247 | 376,9 |
| Sonstige | 61 | 189 | 454,9 |
| Sozialwissenschaften | 189 | 248 | 611,8 |
| Wirtschaft/Management | 508 | 252 | 615,6 |
n bezeichnet ausgewählte Prüfläufe, nicht Personen. Bei n unter 30 werden keine Vergleichswerte dargestellt. Auch größere Gruppen sind nicht repräsentativ.
Wie arbeitest du den Bericht sinnvoll ab?
- Eindeutige Schreibfehler und offensichtliche Grammatikprobleme kontrollieren.
- Wiederkehrende Schreibweisen und formale Vorgaben vereinheitlichen.
- Füllwörter und Stilhinweise im Satzkontext lesen; fachlich nötige Einschränkungen behalten.
- Zitate, Belege und Quellen separat prüfen. Ein sprachlicher Hinweis ersetzt keine Quellenkontrolle.
- Umformulierungen einzeln vergleichen: Bleiben Befund, Einschränkung und Fachbegriffe erhalten?
Dafür kannst du die Rechtschreibprüfung und Textkorrektur von Mimir Mentor nutzen. Wie Verzeichnisse und Zitierhinweise in den Dokumenten vorkommen, zeigt der Literaturreport Juni 2026. Quellenähnlichkeiten werden im Plagiatsreport Juni 2026 getrennt betrachtet.
Vergleiche eine alternative Formulierung mit deiner ursprünglichen Aussage
Methodik, Grenzen und Quellenangabe
Ausgewertet wurden abgeschlossene Produktionsprüfungen vom 1. bis 30. Juni 2026. Die Monatsgrenzen sind in UTC definiert. Vor der Stichprobenauswahl wurde je Dokument-ID nur das zeitlich letzte geeignete Ergebnis im Monat berücksichtigt. Danach erfolgte eine deterministische Auswahl mit festem Seed. Prüfungen ohne Treffer wurden nicht allein wegen ihres Ergebnisses ausgeschlossen.
Die Auswahl verwendet Abschlussereignisse aus dem analytischen Dokumentprüfprozess mit den erforderlichen Ergebnisfeldern. Technische Abschlussmeldungen aus anderen Erfassungspfaden werden nicht damit vermischt. Eine Dokument-ID ist nicht gleichbedeutend mit einer Person oder einer einzigartigen wissenschaftlichen Arbeit: Wird derselbe Text unter einer neuen ID hochgeladen, kann er erneut vorkommen. Die Auswertung bereinigt Dokument-IDs, nicht semantisch identische Texte.
Auch Kapitel, kurze Textausschnitte und Zwischenstände können enthalten sein. Der feste Seed macht die Auswahl bei unverändertem Datenbestand wiederholbar. Später ergänzte oder korrigierte Ereignisse können einen erneuten Abruf verändern; für diesen Report gilt der gespeicherte aggregierte Datenstand vom 5. September 2026. Mediane folgen der in der Auswertung verwendeten diskreten Quantildefinition.
| Methodisches Merkmal | Festlegung |
|---|---|
| Zeitraum | 1.–30. Juni 2026, UTC |
| Stichprobengröße | 2.000 ausgewählte Prüfungen |
| Auswahleinheit | Dokument-ID; letztes geeignetes abgeschlossenes Ergebnis im Monat |
| Auswahlverfahren | Deterministische Hash-Auswahl mit festem Seed; kein Positivfilter |
| Produktstand | Korrektur 2.0.0 |
| Datenstand | Auswertung vom 5. September 2026 |
| Datenquelle | Aggregierte Mimir-Mentor-Produktdaten |
Für Juni stehen in dieser Auswertung Wortzahlgruppen, aber keine durchgehend genauen Wortzahlen zur Verfügung. Eine Quote je 1.000 Wörter wird deshalb nicht aus Gruppenmittelpunkten geschätzt.
DACH-Kontext, nicht DACH-Repräsentativität
96,8 Prozent der erfassten App-Aufrufe im Juni 2026 waren Deutschland, Österreich oder der Schweiz zugeordnet. Das ist eine separate Nutzungsstatistik, keine Länderzuordnung der ausgewählten Dokumente. Sie belegt weder Nationalität noch Hochschulstandort; Geo-Zuordnungen können ungenau sein.

| App-Zuordnung | Anteil an erfassten App-Aufrufen |
|---|---|
| Deutschland | 80,6 % |
| Österreich | 11,8 % |
| Schweiz | 4,3 % |
| Andere oder unbekannt | 3,2 % |
Grenzen: Selbst ausgewählte Produktnutzung ist keine repräsentative Hochschulstichprobe. Hinweise hängen unter anderem von Textumfang, Erkennung und Prüfkonfiguration ab. Die Gruppenunterschiede sind keine Kausalaussagen. Monatswerte sollten nur bei bestätigter Vergleichbarkeit von Modulversion, Datenerfassung und Auswahl gegenübergestellt werden.
Empfohlene Quellenangabe
Mimir Mentor (2026): Korrektur-Statistik Juni 2026: 2.000 Prüfungen im Vergleich. Aggregierte, dokumentbereinigte Stichprobe von 2.000 Prüfungen. Datenstand: 5. September 2026. Online verfügbar unter: https://mimir-mentor.com/blog/korrektur-statistik-juni-2026/.
Für Rückfragen zu Zahlen und Methodik nutze den Chat auf der Website oder die Kontaktmöglichkeiten im Impressum.
Wissenschaftliche Formulierungen in Minuten Sekunden
FAQ: Häufige Fragen
Ist Ersetzen/Umformulieren dasselbe wie wissenschaftlicher Stil?
Nein. Die Sammelkategorie kann auch Rechtschreibung, Grammatik, Satzbau und Wortwahl betreffen. Sie darf nicht als reine Stil-Kategorie interpretiert werden.
Wie viele Korrekturhinweise waren typisch?
Der Median lag in der Stichprobe bei 256 Hinweisen pro Prüfung. Das ist ein Stichprobenwert, keine Zielgröße für gute Texte.
Was unterscheidet Verbreitung und Hinweismenge?
Verbreitung zählt Prüfungen mit mindestens einem Hinweis einer Kategorie. Hinweismenge zählt die einzelnen Markierungen. Eine Prüfung kann viele Markierungen enthalten.
Sind Prüfungen ohne Hinweise enthalten?
Ja. 4 der 2.000 ausgewählten Prüfungen hatten keine Korrekturhinweise. Sie wurden nicht wegen dieses Ergebnisses ausgeschlossen.
Sollte ich alle Vorschläge übernehmen?
Nein. Prüfe besonders bei Fachbegriffen, Ergebnissen und Einschränkungen, ob die ursprüngliche Aussage erhalten bleibt. Nicht jeder Vorschlag ist eine notwendige Korrektur.



