
Welche Korrekturen tauchen in wissenschaftlichen Arbeiten besonders häufig auf? Für diesen Datenartikel haben wir 2.000 seed-basiert ausgewählte Korrektur-Prüfläufe aus Mimir Mentor im April 2026 ausgewertet. Das Ergebnis ist klar: In Hausarbeiten, Bachelorarbeiten und Masterarbeiten geht es nicht nur um klassische Rechtschreibfehler. Die größte Arbeit entsteht oft bei Stil, Füllwörtern, wissenschaftlicher Formulierung und umfangreichen Umformulierungen.
Die Daten stammen aus abgeschlossenen Dokumentprüfungen in Mimir Mentor. Mimir Mentor ist eine KI-gestützte Plattform für wissenschaftliches Arbeiten mit Plagiatsprüfung, KI-Erkennung, Textkorrektur, Literaturrecherche und Zitierhilfe. Ausgewertet wurde eine reproduzierbare Stichprobe von 2.000 Korrektur-Prüfläufen aus April 2026. Es wurden keine Textinhalte gelesen, keine Dokumente veröffentlicht und keine personenbezogenen Daten ausgewertet.
Auf einen Blick: Im Mimir Korrekturreport April 2026 wurden 1.079.886 Korrekturhinweise in 2.000 Prüfläufen erfasst. Der Median lag bei 309 Hinweisen pro Prüfung. 82,7 Prozent der Prüfläufe hatten mindestens 100 Hinweise, 32,0 Prozent mindestens 500 Hinweise und 11,4 Prozent mindestens 1.000 Hinweise. Reine Rechtschreibung machte nur 4,8 Prozent der Hinweise aus.
Weitere Mimir-Datenreports zu Plagiatsprüfung, Korrektur, Literatur, Zitieren und KI-Erkennung findest du auf der Übersicht Datenreports & Statistiken von Mimir Mentor.
Kurzantwort: Was zeigt die Korrektur-Statistik aus April 2026?
Einfach gesagt: Die meisten Korrekturhinweise in wissenschaftlichen Arbeiten sind keine einfachen Tippfehler. Häufiger geht es darum, Sätze präziser, wissenschaftlicher und verständlicher zu formulieren. Für Studierende heißt das: Eine gute Rechtschreibprüfung und Textkorrektur sollte nicht nur falsche Wörter markieren, sondern auch Stil, Füllwörter, Typografie und wissenschaftliche Formulierungen erklären.
- 2.000 Korrektur-Prüfläufe wurden seed-basiert aus April 2026 ausgewählt.
- 1.079.886 Korrekturhinweise wurden in der Stichprobe erfasst.
- 309 Hinweise waren der Median pro Prüflauf.
- 82,7 Prozent der Prüfläufe hatten mindestens 100 Korrekturhinweise.
- 300.137 Hinweise betrafen Umformulieren oder Ersetzen von Textstellen.
- 4,8 Prozent der Hinweise betrafen klassische Rechtschreibung.
| Datenbasis | Wert |
|---|---|
| Zeitraum | 1. April bis 30. April 2026 |
| Stichprobe | 2.000 seed-basiert ausgewählte Korrektur-Prüfläufe |
| Datenquelle | Aggregierte Mimir-Mentor-Produktdaten |
| Ausgewertete Prüfungen | Abgeschlossene Dokumentprüfungen mit aktivem Korrekturmodul |
| Erfasste Hinweise | 1.079.886 Korrekturhinweise |
| Datenschutz | Keine Dokumentinhalte, keine personenbezogenen Daten |
Methodik: Wie wurde die Korrektur-Stichprobe ausgewertet?
Ausgewertet wurden abgeschlossene Mimir-Mentor-Dokumentprüfungen aus dem Zeitraum vom 1. April 2026 bis 30. April 2026. Berücksichtigt wurden reguläre Nutzerprüfungen mit aktivem Korrekturmodul 2.0.0. Daraus wurde eine reproduzierbare Stichprobe von 2.000 Prüfläufen gezogen.
Für diesen Report machen wir aggregierte Muster aus realen Mimir-Prüfprozessen öffentlich nutzbar. Die stabile Stichprobe zeigt, welche Arten von Korrekturhinweisen in wissenschaftlichen Arbeiten tatsächlich sichtbar werden, ohne einzelne Dokumente oder Personen offenzulegen. Der Nutzungskontext ist deutschsprachig geprägt: Ergänzende PostHog-App-Daten aus April 2026 zeigen, dass 96,7 Prozent der erfassten Mimir-App-Aufrufe aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kamen.

Die 2.000er Korrektur-Stichprobe ist klar DACH-geprägt: 71,0 Prozent Deutschland, 18,8 Prozent Österreich, 8,5 Prozent Schweiz und 1,7 Prozent sonstige oder unklare Landzuordnung. Der DACH-Anteil liegt damit bei 98,4 Prozent.

Auch bei der Korrektur unterscheiden wir Arbeitsart und Methodiktyp. Arbeitsart meint zum Beispiel Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Hausarbeit. Methodiktyp meint, ob ein Text literaturbasiert, qualitativ, quantitativ, praxisorientiert oder als Mixed-Methods-Arbeit geschrieben wurde.
| Methodiktyp | Prüfläufe | Ø Korrekturhinweise | Ø Füllwort-Hinweise | Ø Stil-Hinweise |
|---|---|---|---|---|
| Empirisch qualitativ | 162 | 1.409,4 | 302,7 | 189,3 |
| Mixed Methods | 111 | 991,8 | 161,9 | 129,3 |
| Empirisch quantitativ | 237 | 642,3 | 53,2 | 41,2 |
| Praxis/Reflexion | 337 | 450,0 | 41,9 | 47,3 |
| Literaturbasiert/theoretisch | 1.075 | 340,5 | 42,7 | 30,4 |
Die Unterschiede sind plausibel, aber nicht als Qualitätsranking zu lesen. Qualitative Arbeiten enthalten oft längere Ergebnis-, Interview- und Interpretationspassagen. Dadurch entstehen mehr Hinweise zu Füllwörtern, Stil und Umformulierung. Literaturbasierte Arbeiten sind in der Stichprobe häufiger, aber im Durchschnitt kompakter.
Die Dokumentprüfung kann auch andere Bereiche wie Plagiatsprüfung, KI-Erkennung oder Literaturprüfung enthalten. Dieser Report wertet bewusst nur Korrekturhinweise aus. Dadurch bleibt die Aussage klar: Es geht um Rechtschreibung, Stil, Formulierung, Typografie und wissenschaftliche Textqualität.
| Methodikpunkt | Umsetzung | Warum das wichtig ist |
|---|---|---|
| Zeitraum | April 2026 | Ein abgeschlossener Monat, keine laufende Teilperiode. |
| Auswahl | Seed-basierte Stichprobe von 2.000 Prüfläufen | Die Auswahl ist intern reproduzierbar. |
| Produktstand | Korrekturmodul 2.0.0 | Spätere Monatsvergleiche bleiben technisch einordenbar. |
| Datenschutz | Nur aggregierte Kennzahlen | Keine Rückschlüsse auf einzelne Studierende oder Dokumente. |
| Hinweistypen | Korrekturhinweise nach fachlicher Bedeutung | Vorschläge sind Hinweise, nicht automatisch Fehler. |
Wichtig ist die Sprache: Wir sprechen in diesem Report von Korrekturhinweisen oder Vorschlägen, nicht pauschal von Fehlern. Eine Rechtschreibkorrektur ist oft eindeutig. Umformulierungen sind dagegen eine Sammelkategorie für Textüberarbeitung und können auch Satzbau, Wortwahl, Grammatiknähe oder Lesbarkeit betreffen. Ein Stilvorschlag, eine starke Umformulierung oder ein Gendering-Hinweis muss fachlich und sprachlich geprüft werden.
Welche Hinweistypen waren in der Korrektur am häufigsten?
Die häufigsten Hinweise waren keine simplen Tippfehler. Die größte einzelne Kategorie waren Umformulierungs- und Ersetzungsvorschläge mit 300.137 Treffern. Diese Gruppe ist bewusst breiter gefasst als Rechtschreibung oder Grammatik: Sie kann Satzbau, Wortwahl, Verständlichkeit, Kürzung und teils grammatiknahe Änderungen betreffen. Danach folgten Füllwörter, Zitat- und Quellenkontext, wissenschaftlicher Stil, Gendering-Hinweise, Typografie und Rechtschreibung.

| Hinweistyp | Anzahl | Anteil | Was damit gemeint ist |
|---|---|---|---|
| Umformulieren/Ersetzen | 300.137 | 27,8 Prozent | Breite Textüberarbeitung: Satzbau, Wortwahl, Verständlichkeit, Kürzung und teils grammatiknahe Änderungen. |
| Füllwörter | 148.493 | 13,8 Prozent | Abschwächungen wie „grundsätzlich“, „relativ“ oder „in gewisser Weise“. |
| Zitat- und Quellenkontext | 142.718 | 13,2 Prozent | Stellen, bei denen Zitatnähe, direkte Rede, Quellenbezug oder übernommene Formulierungen auffallen. |
| Wissenschaftlicher Stil | 110.481 | 10,2 Prozent | Unpräzise, nicht akademische oder zu umgangssprachliche Formulierungen. |
| Gendering-Hinweise | 83.041 | 7,7 Prozent | Uneinheitliche oder fehlende geschlechtergerechte Formulierungen. |
| Typografie | 79.382 | 7,4 Prozent | Anführungszeichen, Bindestriche, Leerzeichen, Sonderzeichen und Formatdetails. |
| Rechtschreibung | 51.991 | 4,8 Prozent | Klassische Schreibfehler und falsch geschriebene Wörter. |
| Nummerierung | 45.606 | 4,2 Prozent | Listen, Kapitelnummern, Aufzählungen und formale Reihenfolgen. |
| Sonstige Hinweise | 35.206 | 3,3 Prozent | Einzelfälle, die keiner größeren Kategorie sauber zugeordnet werden. |
| Allgemeiner Stil | 12.660 | 1,2 Prozent | Allgemeine Lesbarkeit, Ton und Satzwirkung. |
| Übertreibungen | 13.259 | 1,2 Prozent | Zu starke Formulierungen wie „beweist eindeutig“ statt vorsichtiger Deutung. |
| Satzstil | 12.263 | 1,1 Prozent | Lange, verschachtelte oder schwer lesbare Satzkonstruktionen. |
| Einfügung | 11.819 | 1,1 Prozent | Vorschläge, bei denen ein Wort oder Satzteil ergänzt werden kann. |
| Löschung/Kürzung | 11.235 | 1,0 Prozent | Vorschläge, bei denen Textteile gestrichen oder gekürzt werden können. |
| Eindeutige Grammatik | 4.387 | 0,4 Prozent | Klare Grammatikhinweise. Viele grammatiknahe Textänderungen erscheinen zusätzlich in der breiteren Kategorie Umformulieren/Ersetzen. |
So liest du die Tabelle: Die Hinweistypen sind unterschiedlich breit. Rechtschreibung und eindeutige Grammatik sind harte Fehlerkategorien. Umformulieren/Ersetzen ist dagegen eine breite Überarbeitungskategorie: Darin können Satzbau, Wortwahl, Lesbarkeit, Kürzung und teilweise grammatiknahe Änderungen stecken. Deshalb ist diese Kategorie nicht direkt mit Rechtschreibung vergleichbar.
Die wichtigste zitierfähige Erkenntnis daraus: Klassische Rechtschreibung war sichtbar, aber nicht dominant. Auf reine Rechtschreibung entfielen 4,8 Prozent der Korrekturhinweise. Deutlich mehr Hinweise betrafen Textüberarbeitung, wissenschaftlichen Ausdruck, Füllwörter und Zitat- beziehungsweise Quellenkontext.
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Was bedeuten Verbreitung und Hinweiszahl?
Die Kategorien werden verständlicher, wenn man zwei Dinge trennt. Verbreitung bedeutet: In wie vielen Prüfläufen kam mindestens ein Hinweis dieses Typs vor? Hinweiszahl bedeutet: Wie viele Hinweise gab es durchschnittlich in den betroffenen Prüfläufen?
Ein Beispiel: Rechtschreibung kam in 82,4 Prozent der Prüfläufe vor. Wenn sie vorkam, gab es im Durchschnitt 31,57 Rechtschreibhinweise. Umformulieren und Ersetzen kam in 98,3 Prozent der Prüfläufe vor und erzeugte durchschnittlich 152,66 Hinweise, wenn die Kategorie betroffen war. Diese Kategorie ist breiter, weil sie nicht nur eindeutige Fehler abbildet, sondern auch Textüberarbeitung, Satzbau, Wortwahl und Verständlichkeit.
| Hinweistyp | Verbreitung | Hinweise, wenn betroffen | Einfache Einordnung |
|---|---|---|---|
| Ersetzen/Umformulieren | 98,3 Prozent | 152,66 Hinweise | Fast jede Arbeit braucht Textüberarbeitung, nicht nur Fehlerkorrektur. |
| Füllwörter | 98,3 Prozent | 75,53 Hinweise | Abschwächungen und unnötige Wörter sind sehr verbreitet. |
| Wissenschaftlicher Stil | 94,0 Prozent | 58,80 Hinweise | Akademischer Ausdruck ist fast immer ein eigenes Korrekturthema. |
| Gendering | 95,8 Prozent | 43,36 Hinweise | Meist geht es um Konsistenz, nicht um einzelne Rechtschreibfehler. |
| Typografie | 83,6 Prozent | 47,51 Hinweise | Viele Arbeiten haben mehrere kleine Form- und Zeichenfehler. |
| Rechtschreibung | 82,4 Prozent | 31,57 Hinweise | Rechtschreibung ist häufig, aber mengenmäßig nicht der größte Block. |
Diese Trennung macht die Statistik fairer. Ein Hinweistyp kann in vielen Arbeiten vorkommen, aber pro Arbeit nur wenige Treffer erzeugen. Umgekehrt können lange Arbeiten eine Kategorie stark nach oben ziehen. Deshalb ist die Kombination aus Verbreitung und durchschnittlicher Trefferzahl aussagekräftiger als eine einzelne Gesamtzahl.
Wie solltest du die Hinweistypen nach dem Scan priorisieren?
Nicht jeder Korrekturhinweis hat dasselbe Risiko. Eindeutige Rechtschreib-, Grammatik- und Typografiehinweise kannst du meist schnell bearbeiten. Bei breiten Umformulierungen, Stilglättungen, Quellenkontext oder Fachbegriffen solltest du langsamer vorgehen, weil solche Vorschläge den Sinn verändern oder zusätzliche Prüfung erfordern können.
| Priorität | Hinweistypen | Was du tun solltest |
|---|---|---|
| 1. Harte Fehler | Rechtschreibung, eindeutige Grammatik, Typografie, Leerraum | Zügig prüfen und meist übernehmen. |
| 2. Wissenschaftlicher Ausdruck | Füllwörter, wissenschaftlicher Stil, Übertreibungen, subjektive Formulierungen | Bewusst glätten, ohne wichtige methodische Vorsicht zu löschen. |
| 3. Textüberarbeitung | Umformulieren/Ersetzen, Einfügung, Löschung/Kürzung, Satzstil | Als Vorschlag nutzen, aber fachlichen Sinn und eigenen Stil kontrollieren. |
| 4. Quellenkontext | Zitat- und Quellenkontext | Immer manuell gegen Quelle, Zitatregel und Eigenleistung prüfen. |
| 5. Konsistenz | Gendering, Nummerierung, wiederkehrende Formdetails | Einmal entscheiden und im gesamten Dokument einheitlich halten. |
Umformulierungen helfen, können aber den eigenen Stil verwischen
Ersetzen und Umformulieren war die größte Kategorie in der Stichprobe. Eine starke Umformulierung kann einen Satz verständlicher machen. Sie kann aber auch Ton, Schwerpunkt oder fachliche Genauigkeit verändern. Deshalb solltest du solche Vorschläge als Entwurf nutzen und danach prüfen, ob der Satz weiterhin deine eigene Argumentation trägt.
Füllwörter sind kein Randproblem
Füllwörter waren mit 148.493 Hinweisen eine der größten Korrekturgruppen. Das ist typisch für wissenschaftliche Arbeiten, weil Studierende oft vorsichtig formulieren möchten. Nicht jedes Füllwort ist falsch. Problematisch sind Füllwörter dann, wenn sie Unsicherheit erzeugen, ohne methodisch nötig zu sein.
Rechtschreibung ist wichtig, aber nicht das ganze Korrekturproblem
Rechtschreibfehler machten 51.991 Hinweise aus, also 4,8 Prozent aller erfassten Korrekturhinweise. Das bedeutet nicht, dass Rechtschreibung unwichtig ist. Es bedeutet, dass reine Orthografie nur ein Teil des Korrekturprozesses ist. Deshalb sollte eine KI-Rechtschreibprüfung mehr können als Tippfehler markieren.
| Art des Vorschlags | Risiko | Empfehlung |
|---|---|---|
| Rechtschreibkorrektur | Niedrig | Meist direkt übernehmen. |
| Grammatikkorrektur | Niedrig bis mittel | Übernehmen, wenn der Sinn gleich bleibt. |
| Stilglättung | Mittel | Nach dem Übernehmen noch einmal ohne Toolansicht lesen. |
| Starke Umformulierung | Hoch | Als Vorschlag nutzen, aber selbst finalisieren. |
| Fachbegriff ersetzen | Hoch | Nur übernehmen, wenn der Begriff fachlich passt. |
Formuliere schwache oder zu lange Sätze wissenschaftlicher um
Wie unterscheiden sich Arbeitsart und Textlänge?
Die Korrekturlast hängt stark davon ab, was für ein Text geprüft wird. Eine Masterarbeit enthält mehr Methodik, mehr Terminologie und mehr Wiederholungsrisiken als eine kurze Seminararbeit. Deshalb ist nicht nur die Gesamtzahl der Hinweise wichtig, sondern auch der Kontext der Arbeit.

| Arbeitsart | Prüfläufe | Ø Hinweise | Median | Ø Füllwörter | Ø wissenschaftlicher Stil |
|---|---|---|---|---|---|
| Bachelorarbeit | 455 | 714,0 | 455,0 | 118,3 | 77,9 |
| Hausarbeit | 361 | 323,6 | 256,0 | 38,0 | 23,6 |
| Seminararbeit | 247 | 253,5 | 204,0 | 33,7 | 22,4 |
| Projektarbeit | 227 | 473,9 | 270,0 | 49,5 | 50,8 |
| Masterarbeit | 225 | 970,7 | 554,0 | 154,2 | 104,0 |
| Facharbeit | 166 | 397,2 | 314,5 | 43,8 | 55,4 |
Masterarbeiten und Bachelorarbeiten hatten in der Stichprobe deutlich mehr Korrekturhinweise als viele kürzere Arbeiten. Das liegt nicht nur an der Länge. Längere Arbeiten enthalten mehr Zitat- und Quellenkontext, mehr Fachsprache und mehr Stellen, an denen Konsistenz wichtig wird.

| Wortzahl | Prüfläufe | Ø Hinweise | Median | Ø Füllwörter | Ø wissenschaftlicher Stil |
|---|---|---|---|---|---|
| 1-3.000 Wörter | 533 | 103,1 | 83,0 | 11,1 | 11,9 |
| 3.001-8.000 Wörter | 736 | 322,5 | 284,0 | 35,6 | 29,0 |
| 8.001-15.000 Wörter | 383 | 601,5 | 550,0 | 69,8 | 55,9 |
| 15.001-30.000 Wörter | 246 | 1.131,4 | 966,5 | 144,9 | 119,0 |
| 30.000+ Wörter | 90 | 3.075,1 | 2.452,5 | 598,6 | 356,2 |
Ab etwa 8.000 Wörtern wird Korrektur ein eigener Arbeitsschritt. Bei sehr langen Arbeiten ist es sinnvoll, nicht alle Hinweise auf einmal zu bearbeiten, sondern kapitelweise vorzugehen: erst harte Fehler, dann Typografie, dann Stil, dann starke Umformulierungen.
Welche Fachbereiche zeigten unterschiedliche Muster?
Auch nach Studienbereich unterscheiden sich die Muster. Das ist keine Rangliste der Schreibqualität. Fachbereiche haben unterschiedliche Textsorten, Fachsprache, Zitationsstile und formale Anforderungen. Trotzdem sind die Daten nützlich, weil sie zeigen, wo bestimmte Korrekturarten besonders sichtbar werden.

| Studienbereich | Prüfläufe | Ø Hinweise | Median | Ø Füllwörter | Ø wissenschaftlicher Stil |
|---|---|---|---|---|---|
| Bildung/Pädagogik | 359 | 634,2 | 317,0 | 99,9 | 81,7 |
| Wirtschaft/Management | 352 | 545,6 | 270,0 | 89,9 | 65,5 |
| Medizin/Gesundheit | 271 | 454,0 | 290,0 | 43,7 | 38,1 |
| Recht | 257 | 419,6 | 391,0 | 53,2 | 22,8 |
| Sozialwissenschaften | 220 | 506,0 | 261,5 | 83,4 | 58,8 |
| Ingenieurwesen | 113 | 607,1 | 364,0 | 50,0 | 43,8 |
Für die Kommunikation nach außen ist die Formulierung wichtig: Nicht „Fachbereich X schreibt schlechter“, sondern „In der Mimir-Stichprobe zeigten bestimmte Fachbereiche mehr Korrekturhinweise pro Prüflauf.“ Das ist sachlich, fair und trotzdem zitierfähig.
Was bedeutet das konkret für deine Korrektur?
Bei hunderten Vorschlägen ist die Reihenfolge entscheidend. Wenn du wahllos alles anklickst, verlierst du Überblick und riskierst, dass der Text nicht mehr nach dir klingt. Die Daten legen eine klare Priorisierung nahe.
- Harte Fehler zuerst: Rechtschreibung, eindeutige Grammatik, fehlende Leerzeichen und offensichtliche Tippfehler.
- Typografie danach: Anführungszeichen, Bindestriche, Leerzeichen und Zahlenformatierung.
- Wissenschaftlichen Stil prüfen: Sätze kürzen, Passiv bewusst einsetzen, unklare Begriffe präzisieren.
- Füllwörter entfernen: Nur stehen lassen, wenn sie methodische Vorsicht ausdrücken.
- Umformulierungen vorsichtig nutzen: Sie können helfen, aber auch deinen eigenen Stil verwischen.
- Zitat- und Quellenkontext manuell kontrollieren: Prüfe Quelle, Zitatregel und Eigenleistung selbst; hier darf kein Tool allein entscheiden. Wie häufig Literaturverzeichnis und Zitierhinweise zusammen auftreten, zeigt der Mimir Literaturreport April 2026.
Wenn du direkt starten willst, nutze die KI-Rechtschreibprüfung und Textkorrektur von Mimir Mentor. Für lange wissenschaftliche Arbeiten ist besonders wichtig, dass du Vorschläge einzeln prüfen und nicht blind übernehmen musst. Ergänzend helfen die Korrekturlesen-Checkliste und der Überblick zur Grammatikprüfung online.
Nach der Korrektur lohnt sich bei Abschlussarbeiten außerdem ein separater Endcheck: Quellen und Textnähe prüfst du mit der Plagiatsprüfung, auffällige KI-Muster mit der KI-Erkennung. Wenn Belege fehlen, hilft die Literaturrecherche. Der Fokus dieses Reports bleibt aber bewusst die Korrektur und Rechtschreibprüfung.

So zitierst du den Mimir Korrekturreport April 2026
Du kannst diese Auswertung in Artikeln, Hochschulmaterialien oder eigenen Ratgebern zitieren. Wichtig ist, dass du sie als seed-basierte Stichprobe aus Mimir-Mentor-Prüfdaten aus April 2026 kennzeichnest und nicht als allgemeine Fehlerquote aller wissenschaftlichen Arbeiten formulierst.
| Empfohlene Quellenangabe |
|---|
| Mimir Mentor (2026): Korrektur-Statistik April 2026: Die häufigsten Hinweise in wissenschaftlichen Arbeiten. Aggregierte Auswertung einer seed-basierten Stichprobe von 2.000 Korrektur-Prüfläufen und 1.079.886 Korrekturhinweisen in Mimir Mentor, April 2026. Online verfügbar unter: https://mimir-mentor.com/blog/korrektur-statistik-april-2026/ |
| Zitier- oder Share-Snippet | Formulierung |
|---|---|
| Kernzahl Umfang | Im Mimir Korrekturreport April 2026 wurden 1.079.886 Korrekturhinweise aus 2.000 Prüfläufen ausgewertet. |
| Kernzahl Rechtschreibung | Nur 4,8 Prozent der Korrekturhinweise entfielen auf klassische Rechtschreibung. |
| Kernzahl Umformulierung | Umformulieren/Ersetzen war mit 300.137 Hinweisen die größte breite Überarbeitungskategorie. |
| Kernzahl Textlänge | Bei Arbeiten über 30.000 Wörtern lag der Durchschnitt bei 3.075,1 Korrekturhinweisen pro Prüflauf. |
Was die Korrektur-Statistik nicht sagt
Die Auswertung zeigt Korrekturhinweise, keine Noten und keine endgültige Textqualität. Eine Arbeit mit vielen Hinweisen ist nicht automatisch schlecht. Eine lange Arbeit erzeugt naturgemäß mehr Hinweise als ein kurzer Text. Außerdem können Vorschläge bewusst abgelehnt werden, wenn sie fachlich oder stilistisch nicht passen.
Die Statistik sollte deshalb als Priorisierung verstanden werden. Sie zeigt, wo in echten wissenschaftlichen Texten besonders viele Hinweise entstehen. Die endgültige Entscheidung bleibt bei dir: Der Text muss korrekt, verständlich und fachlich präzise sein, aber weiterhin deine eigene Argumentation tragen.
Wissenschaftliche Formulierungen in Minuten Sekunden